Mein Weg zu Farbengeflüster

Mein beruflicher Weg begann in der Schule. Viele Jahre unterrichtete ich an der Realschule Sport und Kunst, zwei Bereiche, die mich schon damals tief geprägt haben.

Sport bedeutete für mich nie nur Bewegung. Kunst war für mich nie nur Gestaltung. Beides waren Wege, Menschen zu erreichen. Über den Körper, über Farbe, über Ausdruck, über Freude und manchmal auch über das, was nicht ausgesprochen werden konnte.

Schon in dieser Zeit habe ich erlebt, wie sehr ein Mensch sich verändern kann, wenn er wieder in Bewegung kommt, wenn er kreativ wird, wenn er beginnt, sich selbst anders wahrzunehmen.

Später führte mich mein Lebensweg durch meinen Mann in die Zahnmedizin. Viele Jahre durfte ich dort mitarbeiten, beobachten, organisieren, begleiten und Erfahrungen sammeln. Ich habe Präzision, Verantwortung und medizinisches Denken kennengelernt und ich habe gesehen, wie wichtig eine gute Behandlung für den Menschen sein kann.

Gleichzeitig wurde mir mit den Jahren immer deutlicher, dass Gesundheit nicht nur dort entsteht, wo behandelt wird. Sie beginnt viel früher. Sie beginnt im eigenen Körpergefühl, in der inneren Haltung, in der Ernährung, in der Bewegung, im seelischen Gleichgewicht und in der Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

An diesem Punkt bekamen die Farben in meinem Leben eine neue Bedeutung.

Sie waren nicht plötzlich da, sie waren eigentlich immer da. Aber ich begann, ihnen bewusster zuzuhören. Farben begleiteten mich in meiner Kunst, in meiner Kleidung, in meiner Ernährung, in meinen Räumen, in der Natur, in der Musik und in meiner eigenen Heilungsarbeit.

Ich spürte, dass Farben mehr sein können als Schönheit. Sie können erinnern, beruhigen, stärken, ordnen und sichtbar machen, was im Inneren nach Ausdruck sucht.

Aus dieser Erfahrung ist Farbengeflüster entstanden.

Nicht als fertiges Konzept aus einem Lehrbuch, sondern aus meinem eigenen Leben. Aus meiner Arbeit mit Menschen. Aus meinem Wissen über Bewegung und Kunst. Aus meinen Erfahrungen in der Praxis. Aus meinen gesundheitlichen Wegen. Und aus dem tiefen Vertrauen, dass der Mensch wieder lernen darf, sich selbst wahrzunehmen.

Farbengeflüster ist für mich kein Ersatz für Verantwortung. Es ist ein Weg zurück in die Eigenverantwortung.

Es verbindet Farbe, Bewegung, Kreativität, Klang, Natur und bewusste Ernährung. Nicht laut, nicht belehrend, sondern fein, ehrlich und aus der eigenen Erfahrung gewachsen.

  • Farbengeflüster bedeutet für mich:den Körper wieder spüren,die Seele wieder hören,
    und dem eigenen inneren Wissen wieder Vertrauen schenken.

Es ist mein persönlicher Weg geworden  und vielleicht auch eine Einladung für Menschen, die fühlen, dass Gesundheit mehr ist als ein Befund und Heilung mehr als eine Diagnose.

Farben sind die Stimme meiner Seele.
Sie haben mich geführt, durch Bewegung, durch Kunst, durch Musik, durch Licht und Schatten.
Aus ihrem Flüstern ist der Weg aus Machakren hin zu Farbengeflüster entstanden.

Ein Weg zurück zu Vertrauen, Heilung und Freude am Leben.
Margret van der Elst