Meine Geschichte dazu

Mein Weg zu MaChakren und Farbengeflüster

Im Jahr 2005 ging ich mit meiner Familie nach Dubai.

Es war eine Zeit des Aufbruchs, aber auch eine Zeit großer innerer Prüfung. Ich blieb teilweise über längere Zeit in Dubai, baute unsere Praxis alleine auf und versuchte, stark zu sein. Meine Familie war nicht immer bei mir und genau das wurde für mich zunehmend schwer. Ich vermisste sie sehr.

Nach außen funktionierte ich, innerlich begann mein Körper jedoch zu sprechen.

Der viele Stress, die Verantwortung, das Fremdsein und das Gefühl, vieles allein tragen zu müssen, hinterließen Spuren. Ich wurde krank. Meine Schilddrüse geriet aus dem Gleichgewicht, ich nahm an Gewicht zu, meine Leber machte Probleme, und auch körperlich zeigte sich noch einiges mehr.

Ich spürte: So konnte es nicht weitergehen.

Den Ärzten vor Ort vertraute ich damals nicht wirklich. Vielleicht, weil ich mich fremd fühlte. Vielleicht auch, weil ich tief in mir wusste, dass mein Weg ein anderer sein musste.

In dieser Zeit trat meine marokkanische Freundin ganz entscheidend in mein Leben. Sie sah, wie schlecht es mir ging, und sagte zu mir mit einer Klarheit, die ich nie vergessen werde:

"Komm zu mir. Vertraue mir, oder geh in die Kiste."

Das war hart. Direkt. Fast brutal ehrlich, aber es war genau der Satz, den ich damals gebraucht habe.

Zuerst war ich zu stolz. Ich dachte, ich müsse alles allein schaffen. Ich war es gewohnt, stark zu sein, zu organisieren, zu funktionieren und Lösungen zu finden. Doch irgendwann musste ich mir eingestehen: Ich schaffe es nicht mehr allein.

Also begann ich, ihr zu vertrauen.

Jeden Abend trafen wir uns an der Jumeirah Beach, direkt am Arabischen Golf. Dort begann ein Heilungsweg, der mir völlig fremd war. Kein Weg, wie ich ihn kannte. Kein klassisches Denken, keine gewohnte Ordnung, kein europäisches "So macht man das".

Es war anders, ursprünglich, naturverbunden, tief und für mich zuerst kaum greifbar.

Meine Freundin arbeitete mit mir auf eine Weise, die aus ihrer Kultur, ihrer Erfahrung und ihrem Wissen kam. Ich lernte, mich zu öffnen. Ich lernte, nicht mehr gegen alles anzukämpfen. Ich lernte, meinen Körper wieder wahrzunehmen, meiner Seele zuzuhören und Heilung nicht nur als medizinischen Vorgang zu betrachten, sondern als inneren Prozess.

Ich widmete mich nur noch meiner Regeneration. Ich hörte auf keinen anderen Menschen mehr als auf diese Freundin, der ich mich anvertraut hatte. Es war kein leichter Weg. Es war ein harter Weg. Ein Leidensweg. Aber es war auch der Weg, der mich Schritt für Schritt wieder zurück in meine Kraft führte.

Parallel dazu folgte ich einer Einladung einer bedeutenden arabischen Familie in Dubai. Sie nahmen mich über ein Wochenende mit in die Wüste, in ihr Beduinen Zuhause.

Diese Erfahrung hat mich tief geprägt.

In der Wüste begegnete ich einer Kultur, die noch sehr stark mit natürlichen Prozessen verbunden war. Ich erlebte Stille, Weite, Hitze, Einfachheit, Rituale, Gastfreundschaft und ein tiefes Vertrauen in das, was die Natur dem Menschen gibt.

Dort verstand ich etwas, das ich vorher nicht in dieser Tiefe verstanden hatte:

  • Heilung geschieht nicht nur im Kopf.
  • Heilung geschieht nicht nur durch Kontrolle.
  • Heilung geschieht, wenn Körper, Seele, Natur und Vertrauen wieder miteinander verbunden werden.

So wurde ich Schritt für Schritt ruhiger. Klarer. Geerdeter.

Ich begann, an die Kraft der Natur zu glauben, nicht theoretisch, sondern aus eigener Erfahrung. Ich spürte, wie mein Körper reagierte, wie meine Seele sich öffnete und wie sich langsam wieder Ordnung in mir einstellte.

Nach etwa drei Monaten fühlte ich mich wieder kraftvoll, gesund und in mir angekommen.

Diese Zeit in Dubai war für mich nicht einfach. Aber rückblickend war sie ein Wendepunkt meines Lebens.

Aus dieser tiefen Erfahrung entstand 2010 MaChakren, ein Herzensweg, den ich in Dubai nicht nur beginnen, sondern auch ganz bewusst feiern durfte.

MaChakren war mein erster Versuch, das, was ich erlebt hatte, in eine eigene Form zu bringen: Farben, Energie, Körper, Seele, Chakren, Natur, Bewegung und innere Ordnung miteinander zu verbinden.

Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg führen würde. Ich wusste nur: Es gab etwas in mir, das weitergegeben werden wollte.

Aus MaChakren entwickelte sich mit den Jahren mein heutiges Farbengeflüster.

Farbengeflüster ist für mich keine Idee aus einem Buch. Es ist auch wieder aus meinem eigenen Leben entstanden. 

  • Aus Schmerz. 
  • Aus Suche. 
  • Aus Vertrauen. 
  • Aus Natur. 
  • Aus Heilung. 
  • Aus der Begegnung mit anderen Kulturen. 
  • Und aus dem tiefen Wissen, dass der Mensch mehr ist als nur sein Körper.

Farbengeflüster ist mein Weg zurück zu mir selbst geworden.

Und heute ist es mein Herzensweg, andere Menschen daran zu erinnern, dass auch sie wieder in Verbindung kommen dürfen, mit ihrem Körper, ihren Farben, ihrer Seele, ihrer Eigenverantwortung und der Kraft der Natur.

Von MaChakren zu Farbengeflüster 1.0

Später, zurück in der Schweiz und in Europa, begann ich immer mehr an dem zu arbeiten, was in Dubai in mir aufgebrochen war.

Ich suchte weiter.
Ich lernte weiter.
Ich ging weiter.

Es war wieder kein gerader Weg. Immer wieder gab es neue Brücken zu überwinden, neue Steine aus dem Weg zu räumen und alte Erfahrungen neu zu verstehen. Doch Schritt für Schritt kam ich immer näher zu dem zurück, was mich schon seit meiner Kindheit begleitet hatte: meine Kunst.

Die Kunst war immer da. Sie war nie wirklich weg. Sie hatte nur darauf gewartet, wieder einen festen Platz in meinem Leben zu bekommen.

So begann ich, alles miteinander zu verbinden: meine Erfahrungen aus Dubai, meine Begegnung mit anderen Kulturen, mein Wissen über Körper und Bewegung, meine Liebe zu Farben, meine Wahrnehmung für Energie, meine Kunst und meine eigene Lebensgeschichte.

Es entstand etwas Eigenes, etwas, das nicht aus Theorie geboren wurde, sondern aus meinem Erleben.

Alles was ich entwickelte hatte immer einen Bezug zu mir selbst: zu meinem Körper, zu meinen Erfahrungen, zu meinen Krisen, zu meinem Weg zurück in die Kraft.

Doch das Leben prüfte mich noch einmal.

Es kam eine weitere Phase mit starkem Stress. Wieder reagierte mein Körper deutlich. Ich bekam Herzprobleme, Sodbrennen, nahm erneut an Gewicht zu und spürte, dass mein inneres Gleichgewicht wieder ins Wanken geraten war.

Auch diesmal ließ ich mich zunächst auf die klassische Medizin ein. Ich hoffte auf Hilfe, auf Klarheit, auf Entlastung. Doch mein persönliches Empfinden war, dass dieser Weg mir nicht die Heilung brachte, die ich suchte. Im Gegenteil: Ich fühlte mich noch belasteter, noch weiter von mir selbst entfernt.

Und so kam wieder dieser Punkt, den ich heute sehr gut kenne:

  • Zurück zu mir. 
  • Zurück zur Natur.
  • Zurück auf meinen eigenen Weg.

Ich nenne es für mich: back to my roots.

Ich begann erneut, alles neu zu betrachten. Ich las viel, forschte, beobachtete meinen Körper genau und probierte vieles an mir selbst aus. Bewusst, achtsam und immer mit dem Ziel, wieder in meine eigene Ordnung zu kommen.

Ich veränderte meine Ernährung. Ich stärkte meinen Körper. Ich hörte genauer hin.
Ich übernahm wieder Verantwortung für mich selbst.

Von Juni bis Dezember desselben Jahres veränderte sich mein Leben noch einmal grundlegend. Ich nahm 21 Kilogramm ab, fand zurück in meine Kraft und wurde innerlich wie äußerlich wieder eine neue Frau.

Es war nicht nur eine körperliche Veränderung. Es war eine Verwandlung.

Ich spürte: Jetzt beginnt etwas Neues.

Aus dieser Zeit entstand Farbengeflüster 1.0.

Farbengeflüster 1.0 war der nächste Schritt nach MaChakren. Es war tiefer, persönlicher und stärker mit meiner Kunst verbunden. Farben wurden für mich nicht mehr nur Ausdruck, sondern Wegweiser. Sie zeigten mir, wo ich stand, was ich brauchte und welche Kraft in mir wieder lebendig werden wollte.

Farbengeflüster 1.0 war mein Neubeginn. Geboren aus Erfahrung. Gewachsen durch Krisen.
Getragen von Kunst, Natur, Bewegung, Farbe und Seele.

Es war mein Weg, all das miteinander zu vereinen, was mich ausmacht.

Doch auch Farbengeflüster 1.0 war noch nicht das Ende meines Weges. Es war ein Anfang und aus diesem Anfang entstand Farbengeflüster 2.0.

Von Farbengeflüster 1.0 zu Farbengeflüster 2.0

Ein ganzes Jahr arbeitete ich intensiv mit Farbengeflüster 1.0.

Es war kein Konzept, das nur auf dem Papier stand.
Ich habe es gelebt. Jeden Tag. Mit meinem Körper, mit meiner Wahrnehmung, mit meiner Kunst, mit meinen Farben und mit allem, was mich ausmacht.

In diesem Jahr durfte mein Körper weiter regenerieren.

  • Ich stabilisierte mich.
  • Ich baute meine Gesundheit neu auf.
  • Ich sammelte Wissen.
  • Ich beobachtete.
  • Ich verglich.
  • Ich spürte.
  • Ich verstand.

Immer mehr erkannte ich, dass Farben für mich nicht nur schön sind. Sie sind Hinweise. Sie zeigen Stimmungen, Bedürfnisse, Mangel, Kraft, Rückzug, Öffnung und innere Bewegung.

Alles geschah im Einklang mit Farbe.

Ich begann, logische Zusammenhänge zu erkennen: 

  • Welche Farbe mich stärkte. 
  • Welche Farbe mich beruhigte. 
  • Welche Farbe mich in Bewegung brachte. 
  • Welche Farbe mir Erdung schenkte. 
  • Und welche Farbe mir zeigte, wo ich gerade stand.

Farbengeflüster 1.0 wurde dadurch immer klarer. Tiefe entstand. Ordnung entstand. Ein eigenes System entstand.

Ich intensivierte alles, was sich bewährt hatte, und legte es neu an. Nicht mehr nur aus dem Erleben heraus, sondern mit wachsender Klarheit, Struktur und innerer Sicherheit.

So entstand Schritt für Schritt die nächste Ebene:

Farbengeflüster 2.0.

Farbengeflüster 2.0 ist für mich die reifere Form meines Weges. Es ist klarer, bewusster und tiefer. Es verbindet meine Erfahrungen, meine Kunst, meine Körperarbeit, meine Ernährung, meine Naturverbundenheit, meine Farben und meine seelische Entwicklung zu einem neuen Ganzen.

Es ist nicht mehr nur mein persönlicher Heilungsweg. Es ist mein gelebtes Wissen. Meine Erfahrung. Meine Ordnung und meine Sprache.

Farbengeflüster 2.0 ist aus einem Jahr intensiver Arbeit mit mir selbst entstanden, aus Regeneration, Stabilität, Erkenntnis und der tiefen Verbindung zu meinen Farben.

Was mit MaChakren begann, durch Farbengeflüster 1.0 Gestalt annahm, durfte in Farbengeflüster 2.0 nun seine neue Kraft, Tiefe und Klarheit finden.