Mein innerer Weg

12.04.2026

Ich habe mich lange gefragt, warum ich mich so oft zurückzog, nicht aus Angst, nicht aus Ablehnung gegenüber anderen, sondern aus einem leisen Ruf in mir, den kaum jemand verstand.

Während draußen alles schneller wurde – Stimmen, Erwartungen, Meinungen – wurde es in mir stiller. Und genau diese Stille zog mich an wie ein vertrauter Ort.

Am Anfang fühlte es sich ungewohnt an, allein zu sein, fast so, als müsste ich mich selbst erst wieder kennenlernen.

Ich stand oft am Fenster, sah hinaus – aber eigentlich schaute ich nach innen.
Dort war so viel: Gedanken, die lange keinen Raum hatten, Gefühle, die überhört worden waren und eine Wahrheit, die sich nicht mehr übergehen ließ.

Mit der Zeit merkte ich: allein sein war keine Leere, es war ein Raum, ein Raum, in dem ich mich nicht erklären musste. Ein Raum, in dem nichts bewertet wurde, ein Raum, in dem ich endlich ehrlich sein konnte, ehrlich mit mir selbst.

Ich  begann, meine Gedanken zu ordnen wie alte Briefe. Manche behielt ich, manche ließ ich gehen.

Und je mehr ich aufräumte, desto klarer wurde etwas ganz Einfaches: ich musste nicht im Außen suchen, was längst in mir lag.

Eines Tages saß ich wieder dort, ganz  still, bei mir, kein Lärm, kein Drängen, nur ich.

Und zum ersten Mal fühlte sich dieses "nur" nicht klein an, sondern vollständig.

Da verstand ich: " Ich habe gelernt gern mit mir allein zu sein, ich habe etwas gefunden, das viele ihr ganzes Leben lang suchen - Frieden -

Im Stil von Farbengeflüster – Die Rückkehr zu mir


Es begann nicht laut, nicht mit einem Knall, nicht mit einem Umbruch, sondern leise wie ein sanftes Ziehen nach innen,während die Welt draußen immer schneller wurde.

Ich spürte es zuerst im Körper. Eine Müdigkeit gegenüber dem Außen, ein Wunsch, sich zurückzuziehen, dies nicht aus Schwäche,sondern aus einer tiefen, uralten Weisheit.

Also ging ich nicht weg von den Menschen, sondern hin zu mir selbst.

Zuerst war da Unruhe. Gedanken wie ein aufgewühltes Wasser, Gefühle, die keinen Namen hatten.

Doch ich blieb, atmete spürte und langsam begann sich etwas zu verändern.

  • Taupe legte sich unter mich wie Erde, taupe trug mich, gab mir Halt. Zum ersten Mal musste ich nichts mehr sein, ich mußte nur da sein.
  • Tannengrün öffnete mein Herz wie ein Wald, der mich aufnahm ohne Fragen zu stellen. Alte Spannungen lösten sich und ein leises Vertrauen kehrte zurück.
  • Pink kam sanft, nicht laut, nicht fordernd, sondern wie eine Erinnerung: daß ich mich selbst fühlen darf, dass Weichheit keine Schwäche ist. Und dann kam…
  • weiches Lila, still, weit fast ungreifbar. Es brachte Klarheit, eine Verbindung nach oben und gleichzeitig tief nach innen.
Plötzlich verstand ich:
Alleinsein war nie das Problem, sonder es war der Schlüssel.

Es ist ein Raum, den ich mir lange nicht erlaubt habe, ein Raum, in dem ich mir selbst begegnete, ohne Maske, ohne Rolle.

Ich begann aufzuräumen, nicht im Außen, sondern in mir. Meine Gedanken wurden klarer, meine Gefühle ehrlicher und mein Körper ruhiger.

Und mit jedem Moment wurde es stiller, nicht leer, still.

Eines Tages saß ich einfach da, ohne etwas zu wollen. Und genau dort fand ich, wonach ich so lange, ohne es zu wissen, gesucht hatte - Frieden -.

Share