Mein Reflux

Meine innere Mitte trägt mich

Wie ich durch bewusste Atmung, Bewegung und Körpervertrauen meinen Reflux beruhigt habe.

Bereits im Jahr 2004 wurde bei mir ein Zwerchfellbruch festgestellt. Rückblickend vermute ich, dass er bereits viele Jahre zuvor während meiner Schwangerschaft entstanden sein könnte. Mein Sohn lag damals sehr hoch in meinem Bauchraum.

Zu dieser Zeit war meine Muskulatur jedoch ausgesprochen kräftig. Als Sportlerin hatte ich nicht nur starke äußere Bauchmuskeln, sondern auch eine gut trainierte innere Mitte. Mein Körper konnte vieles auffangen und ausgleichen. Sodbrennen kannte ich damals kaum.

Mit den Jahren ließ meine Aufmerksamkeit für diese tiefer liegende Muskulatur nach. Die Bauchmuskulatur wurde schwächer, das Zwerchfell erhielt weniger bewusste Unterstützung — und der Reflux machte sich zunehmend bemerkbar. Bestimmte Lebensmittel wie Vollmilchschokolade oder fettreicher Käse verstärkten meine Beschwerden zusätzlich.

Ich begann deshalb, meinen Körper wieder sehr genau wahrzunehmen. Statt lediglich gegen das Sodbrennen anzukämpfen, fragte ich mich: Was möchte mein Körper mir zeigen? Was fehlt meiner inneren Mitte?

So kehrte ich zu dem zurück, was mich mein ganzes Leben begleitet hat: bewusste Bewegung, gezieltes Training, Atmung und Körpervertrauen.

Ich kräftigte erneut meine tiefer liegende Muskulatur, arbeitete mit meiner Bauchatmung und entwickelte meine eigene Ansaugatmung weiter. Zusätzlich nutzte ich sanfte Übungen auf meinem Mini-Trampolin sowie ausgewählte Trainingsimpulse mit meinem Bauchmuskelgerät und meiner Rüttelplatte.

Dabei ging es mir nicht um Leistung. Es ging darum, meinen Körper wieder bewusst von innen heraus aufzurichten und zu stabilisieren.

Heute glaube ich, dass genau dies ein entscheidender Wendepunkt war: Ich nahm meine Beschwerden nicht länger als etwas hin, dem ich ausgeliefert war. Ich begann, meine innere Mitte wieder aktiv zu stärken.

Für mich ist daraus eine wichtige Erkenntnis entstanden:

Meine Mitte braucht Aufmerksamkeit.
Mein Atem schafft Raum.
Meine Muskulatur gibt mir Halt.
Und mein Körper zeigt mir sehr genau, was ihm guttut.

Farbengeflüster-Modul: Atemraum und innere Mitte

Der Kern besteht nicht aus möglichst anstrengenden Bauchübungen. Entscheidend ist ein ruhiger, bewusster Aufbau.

1. Meditative Farbwahrnehmung
Zu Beginn lässt du eine Farbe kommen: Welche Farbe begleitet meinen Bauchraum heute? Wo fühlt sich mein Körper eng, unruhig oder kraftlos an?

2. Bewusste Zwerchfellatmung
Langsam in den Bauchraum einatmen, den Atem fließen lassen und bewusst verlängert ausatmen. Deine Farbwahrnehmung kann dabei mit jeder Atmung in den Bauchraum einziehen.

3. Ansaugatmung als persönliche Übung
Deine Übung lässt sich als sanfter inspiratorischer Trainingsimpuls verstehen. Ich würde sie jedoch nicht mit maximalem Luftanhalten verbinden. Besser ist: ruhig, kontrolliert und ohne Druckgefühl üben. Sobald Schwindel, Herzklopfen oder ein unangenehmer Druck im Brustkorb entstehen, wird die Übung beendet.

4. Tiefe Stabilität statt harter Bauchpresse
Sanfte Übungen für Haltung, Rumpfspannung und innere Aufrichtung können sinnvoll sein. Sehr intensive Crunches, schweres Pressen oder Übungen mit stark erhöhtem Bauchinnendruck können Reflux dagegen auch verstärken. Bei körperlicher Belastung wurde ein Anstieg von Refluxepisoden beobachtet.

5. Unterstützende Bewegung
Das Mini-Trampolin, dein Bauchmuskelgerät und die Rüttelplatte kannst du als deine persönlichen Hilfsmittel beschreiben. Sie sollten aber nicht als allgemein wirksame Refluxbehandlung dargestellt werden. Sinnvoll ist alles, was sich sanft, aufrichtend und wohltuend anfühlt — niemals unmittelbar nach einer Mahlzeit und niemals gegen deutliche Beschwerden.

6. Individuelle Seelennahrung
Nicht pauschal alles verbieten. Vielmehr beobachten: Was tut mir gut? Was belastet mich? Wann esse ich? Gerade bei nächtlichen Beschwerden kann es hilfreich sein, mindestens drei Stunden vor dem Hinlegen nichts mehr zu essen.

Meine Farben für diesen Bereich

Für Farbengeflüster 2.0 habe ich diese Verbindung gewählt:

Taupe -  Erdung, Ruhe, Körpervertrauen
Dunkelbraun -  Halt, Stabilität, tiefe Verwurzelung
Korallenrot -  Lebenskraft, sanfte Aktivierung, Mut
Türkis -  Atemraum, Weite, freies Fließen
Champagnerweiß -  Klarheit, Leichtigkeit, bewusste Neuausrichtung

Meine Affirmation:

Ich richte mich von innen auf.
Mein Atem schafft Weite.
Meine Mitte wird ruhig, kraftvoll und tragend.

Ich habe gelernt, meinen Körper wieder zu hören.
Und ich habe erlebt, wie viel sich verändern kann, wenn ich meiner inneren Mitte erneut Aufmerksamkeit, Atem und Kraft schenke.

Die regelmäßige Arbeit mit meiner Atmung, meiner inneren Muskulatur und ausgewählten Trainingsgeräten hat mir persönlich geholfen, meinen Reflux deutlich besser in den Griff zu bekommen.

Diese Geräte verwende ich selbst in meinem persönlichen Training. Ich empfehle sie aus eigener Erfahrung. !!!!!!!