Meine Schilddrüse – zurück in den eigenen Rhythmus ohne Medikamente

Meine Schilddrüse geriet aus dem Gleichgewicht
Dass meine Schilddrüse aus dem Gleichgewicht geraten war, durfte ich bereits im Jahr 2024 erfahren. Die Aussagen meiner Ärztin nahm ich ernst. Sie erschreckten mich jedoch nicht so sehr, dass ich mich hilflos fühlte.
Im Gegenteil: Ich begann, mich intensiver mit meinem Körper auseinanderzusetzen und arbeitete regelmäßig mit meinen eigenen Möglichkeiten.
Es gelang mir, die Überfunktion zunächst besser in den Griff zu bekommen. Doch wie es im Leben manchmal geschieht: Sobald es einem wieder besser geht, wird man nachlässiger. Auch ich ließ meine täglichen Rituale allmählich schleifen. Ich achtete nicht mehr konsequent auf die feinen Signale meines Körpers, bis sich erneut Beschwerden bemerkbar machten.
Ich empfand es als ein Zusammenspiel verschiedener Belastungen: EBV, ein angespannter Bereich rund um das Zwerchfell, Reflux und spürbare Herzrhythmusstörungen.
Rückblickend wurde mir deutlich, wie eng vieles in unserem Körper miteinander verbunden sein kann. Medizinisch können Herzklopfen, Herzrasen und manchmal auch Herzrhythmusstörungen zu den Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion gehören.
Für mich war dies ein Weckruf. Ich begann erneut, ganz bewusst mit Farbengeflüster zu arbeiten, diesmal wesentlich intensiver und mit einem besonderen Fokus auf meine Schilddrüse.
Ich beobachtete mich genau. Ich nahm wahr, wie mein Körper auf Atmung, Ruhe, Farben, Musik und achtsame Bewegung reagierte. Meine Schilddrüse rückte förmlich in mein Bewusstsein. Ich konnte sie beinahe spüren.
Dabei ging es mir nicht darum, notwendige medizinische Untersuchungen oder Behandlungen zu ersetzen. Es ging mir darum, selbst wieder Verantwortung zu übernehmen: aufmerksam hinzuhören, meinem Körper die Ruhe und Zuwendung zu geben, die ich zuvor aus Nachlässigkeit wieder vernachlässigt hatte.
Farbengeflüster wurde für mich erneut zu einem Weg des bewussten Wahrnehmens und zu einer liebevollen Erinnerung daran, meinen Körper nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn er laut werden muss.
Farben, Atmung und Musik als bewusstes Ritual
Ich habe in dieser Arbeit Farben mit ruhiger Atmung, ausgewählter Musik und sanften Klangfrequenzen verbunden. Dabei ging es mir nicht darum, die Schilddrüse unter Druck zu setzen oder sie zu einer bestimmten Leistung anzuregen. Im Gegenteil: Mein Körper soll wieder zur Ruhe kommen und seinen eigenen Rhythmus besser wahrnehmen dürfen.
Meine Farben geben mir dabei eine innere Ausrichtung. Sie helfen mir, meine Aufmerksamkeit bewusst auf meinen Halsraum, mein Herz und meine Körpermitte zu lenken. Meine Farbe wird zu einem stillen Bild, das mich durch die Übung begleitet.
Meine Atmung bildet die Brücke zwischen diesen Bereichen. Wenn ich langsam und tief in den Bauch atme, bewegt sich mein Zwerchfell. Gleichzeitig fühlte ich wie eine bewusste, ruhige Atmung die natürliche Entspannungsreaktion des Körpers förderte: Mein Atem wird langsamer, mein Herzschlag kann sich beruhigen und das Nervensystem erhält ein Signal der Sicherheit.
Musik und sanfte Klangfrequenzen haben diesem Ritual einen geschützten Raum gegeben, denn die Klänge helfen mir, nicht ständig im Außen zu sein, sondern wieder bei mir selbst anzukommen.
Meine Atemübungen zur Unterstützung von Schilddrüse, Zwerchfell und innerer Ruhe
Die Schilddrüse reagiert empfindlich auf dauerhafte Anspannung. Wenn mein Körper ständig unter Strom steht, spüre ich dies nicht nur an meinem Herzschlag und meiner inneren Unruhe, sondern auch im Bereich des Halses, des Brustkorbs und des Zwerchfells. Deshalb gehört die bewusste Atmung für mich ganz selbstverständlich zu meinem persönlichen Weg mit Farbengeflüster.
1. Meine bewusste Bauchatmung
Ich lege eine Hand auf meinen Bauch und atme langsam durch die Nase ein. Dabei lasse ich die Luft nicht nur oberflächlich in den Brustkorb fließen, sondern bewusst tief in den Bauchraum.
Mein Rhythmus:
7 Sekunden einatmen – 4 Sekunden halten – 8 Sekunden langsam ausatmen
Das längere Ausatmen hilft mir dabei, aus der inneren Anspannung herauszukommen und wieder ruhiger zu werden. Langsame Atemtechniken können das vegetative Nervensystem beeinflussen und die Entspannung fördern.
2. Meine wechselseitige Nasenatmung
Anschließend atme ich ruhig durch das linke Nasenloch ein und durch das rechte Nasenloch wieder aus. Danach kann ich die Seite wechseln: rechts einatmen und links ausatmen.
Dabei geht es mir nicht um Leistung, sondern um Ruhe, Konzentration und einen gleichmäßigen Atemfluss. Ich spüre bewusst nach: Wird mein Herzschlag ruhiger? Löst sich die Enge im Brustkorb? Kann sich mein Bauchraum entspannen?
3. Meine "Ansaugatmung" ( meine eigene Interpretation)
Diese Übung ist für mich besonders wichtig, weil sie das Zwerchfell bewusst aktiviert.
Ich atme durch den Mund ein, als würde ich mit dem Luftstrom ein kleines Stück Papier ansaugen und vor meinen Lippen festhalten wollen. Dadurch entsteht ein leichter Widerstand. Ich halte die Spannung nur so lange, wie es sich angenehm anfühlt. Anschließend atme ich langsam und bewusst in den Bauchraum aus.
Die Ansaugatmung aktiviert die Atemmuskulatur und das Zwerchfell. Dadurch kann sie die natürliche Antireflux-Barriere im Übergang zwischen Speiseröhre und Magen unterstützen.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Beim Reflux wirken mehrere Schutzmechanismen zusammen: der untere Speiseröhrenschließmuskel, das Zwerchfell und die Schwerkraft. Ein Zwerchfellbruch kann diese Barriere beeinträchtigen. Studien zeigen, dass Zwerchfell- beziehungsweise Bauchatmung bei ausgewählten Menschen mit Reflux die Beschwerden lindern und die Antireflux-Barriere unterstützen kann. Die Ergebnisse sind ermutigend, aber nicht bei jedem Menschen gleich stark.
Eine wichtige Ergänzung:
Bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzrhythmusstörungen oder Schwindel darf die Übung niemals zu einem Kraftakt werden. Das Atemanhalten sollte nicht "so lange wie möglich" erfolgen, sondern nur so lange, wie es angenehm und ruhig bleibt. Sobald Druck im Brustkorb, Schwindel, Herzklopfen oder Luftnot auftreten, wird die Übung beendet.
Ich halte den Atem einen kurzen Moment, ohne mich zu überfordern, und atme anschließend langsam und bewusst in meinen Bauchraum aus.
Meine Atemübungen waren für mich ein wichtiger Schlüssel. Sie haben mir geholfen, ruhiger zu werden, bewusster in meinen Körper hineinzuspüren und die Verbindung zwischen Atmung, Schilddrüse, Zwerchfell und Herzbereich besser wahrzunehmen.
Doch ich möchte ganz klar sagen: Es waren nicht nur die Atemübungen allein, die mir geholfen haben.
Ein ebenso wichtiger Bestandteil war die intensive Kräftigung meiner Bauchmuskulatur. Denn eine stabile Körpermitte unterstützt nicht nur die Haltung, sondern auch die Atmung, das Zwerchfell und das gesamte innere Gleichgewicht.
Gerade wenn der Bauchraum schwach ist, fehlt dem Körper oft eine wichtige Stütze. Das Zwerchfell kann nicht frei arbeiten, die Atmung bleibt flach, der Brustraum wird enger, und auch innere Unruhe kann sich verstärken.
Durch gezielte Bauchatmung, bewusste Atemführung und konsequentes Training meiner Bauchmuskulatur habe ich gespürt, wie mein Körper wieder mehr Halt bekam.
Für mich gehört deshalb beides zusammen:
Atembewusstsein und Körperkraft.
Innere Ruhe und äußere Stabilität.
Loslassen und gleichzeitig wieder Halt aufbauen.
Denn Heilung geschieht für mich nicht nur im Kopf. Sie geschieht im ganzen Körper, besonders dort, wo wir wieder lernen, uns selbst zu tragen
